Vier Zeitreisende

28.07.2012 20:48

Eigentlich waren es mehr als vier, es waren etwa 30‘000, die durch die Zeit reisten. Aber von vorne: Ein Kunde von uns – inzwischen ist er eigentlich mehr ein guter Freund geworden – jedenfalls hat er uns diesen Floh der "weltweit grössten Militärausstellung" ins Ohr gesetzt: Als Armyfan, Waffenliebhaber oder einfach als Nostalgiker sei das quasi ein Muss.
Sah interessant aus, aber wir vertagten's mal auf nächstes Jahr, schliesslich galt es, ein Projekt namens "MUNITIONSDEPOT.CH" zu stemmen. Ruhe hat’s uns dann aber doch keine gelassen und so kam’s, dass wir am 18. Juli zu viert im Van sassen und Richtung Kanalküste fuhren. Rauf auf die Fähre - runter von der Fähre. Anschiessend "drüben" noch ca. 1h auf Asphalt weiter bis zum Ziel... und nochmal eine weitere, um das Ziel zu finden (verf…. Navis) und dann waren wir da: Paddock Wood!
Hier fand die alljährliche War & Peace Show statt! Eigentlch eine Art grosses Open Air, nur dass statt Musikern die Reenactment-Gruppen die Bühne beherrschten. Und die Bühne, das war in diesem Fall eine Arena, wo diverse Schlachten nachgestellt wurden.
Es war ein Eintauchen in eine andere Welt. Und für einen waffen- oder militärtechnisch Begeisterten der Eintritt ins Paradies. All die Fahrzeuge, Gerätschaften, Ausrüstung und Uniformen, von denen man seit Jahren oder Jahrzehnten so viel gelesen und auf Fotos gesehen hatte - nun waren sie da. Zum anfassen. Und im Überfluss! Ein tolles Gelände, perfektes Wetter und nette Leute - in dieser Atmosphäre präsentierten sich die verschiedensten Epochen der Militärgeschichte, hauptsächlich des 20. Jahrhunderts. Ja, es war von A bis Z überwältigend! 
Auf dem Heimweg haben wir kurz in Verdun gestoppt, da es praktisch auf dem Weg lag. Die Zitadelle war leider schon geschlossen, so blieb nur die Aussenbesichtigung und ein Besuch auf einem Soldatenfriedhof. Dennoch eindrücklich genug, um sich die hässliche Seite des Krieges auch wieder mal in Erinnerung zu rufen.
Da wir nun schon mal in Frankreich waren, mussten wir die berühmte Küche ja auch fast noch geniessen. Leider waren wir jedoch etwas im Zeitdruck und so endete unser Besuch in Verdun - Asche auf unser Haupt - im Familien-Restaurant mit dem grossen gelben "M".
Alles in allem eine interessante Reise wie man sie nicht jeden Tag unternimmt. Aber seht doch selbst.


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